Sed cautela nimia in peiores haeserat plagas, ut narrabimus.
30. September 2026
09:30
09:30 - 09:38
Eröffnung der Healthcare Week Luxembourg
Dr MartineGOERGEN (Centre Hospitalier de Luxembourg)SylvainVITALI (Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois)Dr MarcBERNA (Hôpitaux Robert Schuman)
09:30 - 10:00
Session1: Opening
Dr MartineGOERGEN (Centre Hospitalier de Luxembourg)SylvainVITALI (Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois)Dr MarcBERNA (Hôpitaux Robert Schuman)
09:40 - 09:48
Eröffnungsansprache
09:50 - 10:15
Präsentation der Studie „Resilienz und Antifragilität“
Das Gesundheitssystem von morgen heute gestalten
Eine nationale Studie zur Stärkung der Resilienz des luxemburgischen Gesundheitssystems
Pandemien, Cyberangriffe, Fachkräftemangel, Arzneimittelengpässe oder klimabedingte Ereignisse – die jüngsten Krisen haben uns eines deutlich vor Augen geführt: Unser Gesundheitssystem bewegt sich heute in einer Welt, in der das Unvorhersehbare zum Alltag geworden ist.
Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zentrale Frage: Wie können wir ein Gesundheitssystem schaffen, das Krisen nicht nur bewältigt, sondern gestärkt aus ihnen hervorgeht?
Um diese Frage zu beantworten, führt die Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois (FHL) mit wissenschaftlicher und methodischer Unterstützung von Antares Evidenze Health Consulting eine nationale Studie zur Resilienz und Antifragilität des luxemburgischen Gesundheitssystems durch.
In den kommenden Wochen werden Krankenhäuser, Institutionen, Gesundheitsfachkräfte, Expertinnen und Experten sowie zahlreiche Partner gemeinsam an dieser Initiative mitwirken. Ziel ist es, die wichtigsten Risiken für das Gesundheitssystem zu identifizieren, seine Stärken und Schwachstellen zu analysieren, von den besten europäischen und internationalen Erfahrungen zu lernen und konkrete Empfehlungen für eine nachhaltige Stärkung des Systems zu entwickeln.
Über die reine Analyse hinaus verfolgt die Studie ein klares Ziel: den Dialog zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und Lösungen zu entwickeln, um Patientinnen und Patienten besser zu schützen, Gesundheitsfachkräfte zu unterstützen und das Gesundheitssystem auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Die ersten Ergebnisse werden exklusiv auf der Healthcare Week Luxembourg 2026 vorgestellt und bilden eine Grundlage für die Diskussionen rund um das Leitthema der vierten Ausgabe:
„Resilienz in den Gesundheitssystemen von morgen: Von der Vorsorge zur Antifragilität.“
Die Zukunft vorzubereiten bedeutet nicht nur, auf Krisen zu reagieren, wenn sie eintreten. Es bedeutet vor allem, sie vorauszusehen, aus jeder Erfahrung zu lernen und gemeinsam ein widerstandsfähigeres und stärkeres Gesundheitssystem aufzubauen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Eine Initiative der Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois (FHL) mit wissenschaftlicher und methodischer Unterstützung von Antares Evidenze Health Consulting.
Ein gemeinsames Ziel: Die Risiken für das luxemburgische Gesundheitssystem besser zu verstehen und konkrete Lösungen zur Stärkung seiner Resilienz zu entwickeln.
Ein kollaborativer Ansatz: Krankenhäuser, Institutionen, Gesundheitsfachkräfte, Expertinnen und Experten, Forschende sowie Partner bündeln ihre Kompetenzen, um ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen von morgen zu entwickeln.
Ein internationaler Blickwinkel: Europäische und internationale Best Practices werden analysiert, um die geeignetsten Lösungen für Luxemburg zu identifizieren.
Erste Ergebnisse auf der Healthcare Week Luxembourg 2026, die als Ausgangspunkt für den Austausch und die Diskussion über die Zukunft des luxemburgischen Gesundheitssystems dienen werden.
Dr MartineGOERGEN (Centre Hospitalier de Luxembourg)SylvainVITALI (Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois)
10:00
10:00 - 10:45
DEEP by POST Group
10:20 - 12:00
Session 2: Governance für eine nachhaltige Resilienz der Gesundheitssysteme
Im Fokus steht die zentrale Rolle der europäischen und nationalen Governance bei
der Vorbereitung auf und dem Management von Risiken für Gesundheitssysteme.
Behandelt werden Herausforderungen der strategischen Autonomie, insbesondere
die Kontrolle über Daten, der Einsatz souveräner KI sowie die Reduzierung kritischer
Abhängigkeiten. Entscheidungs- und Koordinationsmechanismen in Krisensituationen
werden analysiert, um Hebel für kollektive Wirksamkeit zu identifizieren. Zudem wird
die Notwendigkeit hervorgehoben, operative Kapazitäten frühzeitig zu antizipieren
und abzusichern. Abschließend wird die Bedeutung der Menschen als kritische
Ressourcen betont – insbesondere durch ein strategisches Management von
Personalressourcen und Schlüsselkompetenzen.
MarcHOSTERT (M3S / eSanté)RobertMARDINI (Hôpitaux universitaires de Genève (HUG))MathieuLANGLOIS (Ancien médecin-chef du RAID |)MichelSIMONIS (Croix Rouge Luxembourg)PatrickMAJERUS (Haut-Commissariat à la Protection nationale)
10:20 - 10:30
Wissenschaftliche Perspektive durch den Sitzungsmoderator
10:30 - 10:50
Keynote: Bereit für den Wandel: Gesundheitssysteme für das Unerwartete steuern
Gesundheitssysteme können weder jede Krise vorhersehen noch Unsicherheiten vollständig beseitigen. Was sie jedoch tun können, ist die Fähigkeit zu entwickeln, schnell zu handeln und sich anzupassen, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern.
Die Frage ist daher nicht nur, wie Gesundheitssysteme resilienter gestaltet werden können. Entscheidend ist vielmehr, wie sie dynamisch genug werden können, um auch unter sich verändernden Bedingungen resilient zu bleiben.
In dieser Keynote wird Robert Mardini aufzeigen, was ein Gesundheitssystem wirklich dynamisch macht: die Fähigkeit, potenzielle Krisen frühzeitig zu erkennen, auch auf Grundlage unvollständiger Informationen fundierte Entscheidungen zu treffen, Mitarbeitende und Partner zu mobilisieren, sich an veränderte Situationen anzupassen und gewonnene Erfahrungen in nachhaltiges organisationales Lernen zu überführen.
Dafür braucht es mehr als Notfallpläne und Protokolle. Im Kern geht es um Führung, Governance und Organisationskultur. Dynamische Gesundheitssysteme schaffen die Voraussetzungen für schnelle Entscheidungsprozesse, klare Verantwortlichkeiten, vertrauensvolle Zusammenarbeit und kontinuierliche Anpassung – und stellen dabei Patienten und Gesundheitsfachkräfte in den Mittelpunkt.
Vorbereitung ist daher kein Dokument, das lediglich fertiggestellt werden muss, und auch keine Funktion, die nur im Krisenfall aktiviert wird. Sie ist eine Fähigkeit, die jeden Tag aufgebaut und kontinuierlich gestärkt werden muss.
Die Keynote schließt mit fünf praxisorientierten Fragen für Führungskräfte im Gesundheitswesen, die sich um eine zentrale Herausforderung drehen: Wie gut ist Ihr Gesundheitssystem darauf vorbereitet, zu handeln, wenn das Unerwartete eintritt?
RobertMARDINI (Hôpitaux universitaires de Genève (HUG))
10:30 - 10:50
Simulation in der Ausbildung in der medizinischen Bildgebung
10:50 - 11:05
One-to-one / Meet the expert
MathieuLANGLOIS (Ancien médecin-chef du RAID |)
11:00
11:00 - 11:45
VITBIO
11:05 - 11:50
Podiumsdiskussion
MarcHOSTERT (M3S / eSanté)RobertMARDINI (Hôpitaux universitaires de Genève (HUG))MathieuLANGLOIS (Ancien médecin-chef du RAID |)MichelSIMONIS (Croix Rouge Luxembourg)PatrickMAJERUS (Haut-Commissariat à la Protection nationale)
11:50 - 12:00
Q&A
12:05
12:05 - 12:35
Klinisches Debriefing: Ein Hebel für Wohlbefinden und Qualität am CHL
12:40 - 13:10
Rehalab RZ – Projekt zur Rehabilitation zu Hause mithilfe digitaler Tools
13:15
13:15 - 13:30
Ansprache des Ministers
YvesTHORN (KPMG)LexDELLES (Ministère de l'Économie - Luxembourg)
13:15 - 15:00
Session 3: Institutionen anpassen, um resiliente Kapazitäten aufzubauen
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Forschung, Innovation und Start-ups von lokalen
Experimenten zu einer nachhaltigen, systemweiten Wirkung in Gesundheitssystemen
gelangen können. Analysiert werden die Voraussetzungen für die Skalierung von
Innovationen, um organisatorische Resilienz zu stärken. Besonderes Augenmerk gilt
der Gestaltung von Systemen, die Fachkräfte in ihrer täglichen Praxis unterstützen
und die Menschen in den Mittelpunkt von Transformationsprozessen stellen.
YvesTHORN (KPMG)LexDELLES (Ministère de l'Économie - Luxembourg)PatrickDE COSTER (Cliniques Saint Jean)ZiedTAYEB (Myelin)UlfNEHRBASS (Luxembourg Institute of Health (LIH))FrancescaBORRELLI (European R&D and Innovation Support)FrankGLOD (LIH)
13:30 - 13:50
Keynote: Wenn Leistung allein nicht mehr ausreicht: Lean Management weiterentwickeln, um die Robustheit von Gesundheitsorganisationen zu stärken
PatrickDE COSTER (Cliniques Saint Jean)
13:50 - 14:10
Keynote-Vortrag 2
ZiedTAYEB (Myelin)
14:00
14:00 - 14:45
FACE UP: Lernen durch Praxis: Immersive KI-gestützte Simulation
Ein Pilot steigt niemals in ein Cockpit, ohne zuvor viele Stunden in einem Flugsimulator trainiert zu haben. Dennoch müssen Gesundheitsfachkräfte schwierige Diagnosen übermitteln, aggressive Angehörige beruhigen oder Spannungen innerhalb eines Teams bewältigen – oft ohne diese Situationen jemals zuvor geübt zu haben. Und bei solchen Gesprächen gibt es häufig nur eine einzige Chance.
In diesem Workshop wird nicht nur über künstliche Intelligenz gesprochen – die Teilnehmenden erleben und nutzen sie selbst. Freiwillige trainieren live mit einem KI-gestützten Gegenüber in einer immersiven Simulation mit Stimme und Avatar. Dabei werden reale Situationen aus dem Krankenhausalltag aufgegriffen: der Umgang mit Patientinnen und Patienten, das Überbringen schlechter Nachrichten oder Konflikte innerhalb eines Teams. Anschließend erhalten die Teilnehmenden unmittelbar Feedback zu verbalen und nonverbalen Aspekten ihrer Kommunikation, darunter Zuhöranteil, Gesprächspausen und Prosodie.
Anschließend teilen wir Erkenntnisse aus konkreten Anwendungen im Gesundheitswesen, unter anderem bei Urgo Médical und am Universitätsklinikum Caen: Wie lässt sich der Schritt von gelegentlichen Rollenspielen hin zu einem messbaren und skalierbaren Training gestalten – von der ersten Bewertung über selbstständiges Üben bis hin zur Integration in bestehende Aus- und Weiterbildungsprogramme?
Zum Abschluss erhalten die Teilnehmenden Zugang zu einem Szenario, das sie direkt auf ihrem eigenen Smartphone ausprobieren können.
MameFALL (Face Up)
14:10 - 14:55
Podiumsdiskussion
Stärkung des klinischen Forschungsökosystems für Innovationen im Gesundheitswesen und resiliente Gesundheitssysteme
PatrickDE COSTER (Cliniques Saint Jean)ZiedTAYEB (Myelin)UlfNEHRBASS (Luxembourg Institute of Health (LIH))FrancescaBORRELLI (European R&D and Innovation Support)FrankGLOD (LIH)
15:00
15:00 - 15:45
CUBIK: Lean Healthcare: Bessere Arbeitsbedingungen für eine bessere Patientenversorgung
Eine hohe Personalfluktuation, erschöpfte Teams, immer längere Wartezeiten für Patientinnen und Patienten … Was wäre, wenn die Lösung nicht in zusätzlichen Ressourcen, sondern in einer besseren Organisation des Arbeitsalltags läge?
Entdecken Sie, wie Lean Healthcare – ein einfacher, aber anspruchsvoller Ansatz – den Teams wieder mehr Zeit und Sinn in ihrer täglichen Arbeit gibt, damit sie letztlich eine bessere Patientenversorgung gewährleisten und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Organisation steigern können.
Die Ergebnisse sprechen für sich: bis zu 44 % weniger Personalfluktuation, 12 % mehr Pflegezeit direkt bei den Patientinnen und Patienten, eine Halbierung der Wartezeiten sowie eine deutliche Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit in Einrichtungen, die Lean Healthcare eingeführt haben.
In dieser Session erfahren Sie:
warum Arbeitsqualität und Versorgungsqualität kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig stärken;
wie die gesamte Organisation – Pflegeteams, medizinisch-administratives Personal, Geschäftsleitung und unterstützende Funktionen – in einen gemeinsamen kontinuierlichen Verbesserungsprozess eingebunden werden kann;
welche konkreten Instrumente wie Visual Management, Problemlösung im Team oder Gemba Walks sich bereits in Gesundheitseinrichtungen bewährt haben;
welche Erfahrungen aus der Praxis gewonnen wurden – sowohl Erfolge als auch Herausforderungen.
Abschließend wird Cubik, das seit über 15 Jahren Organisationen im Gesundheitswesen begleitet, seine Überzeugung teilen: Die Verbesserung der Arbeitsqualität und die Förderung eines partizipativen Managements gehören zu den wirksamsten Hebeln, um sowohl die Versorgungsqualität als auch die Leistungsfähigkeit einer Organisation nachhaltig zu verbessern.
JulienFAURE (Cubik)
15:30 - 15:50
Keynote: Das KI-Ideal: KI-Idealismus und die Governance der Künstlichen Intelligenz
In seinem Buch The AI Ideal: AIdealism and the Governance of AI präsentiert Dr. Niklas Lidströmer eine konkrete und zukunftsorientierte Vision für den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Anstatt sich auf Warnungen vor den Risiken und möglichen Katastrophenszenarien zu beschränken, zeigt er auf, wie KI Demokratie, Ethik und die Würde des Menschen stärken kann.
Ausgehend von den Idealen der europäischen Aufklärung, den skandinavischen Gesellschaftsmodellen, dem Liberalismus und der direkten Demokratie der Schweiz entwickelt das Konzept des AIdealism einen pragmatischen, ethischen und zukunftsorientierten Ansatz. Das Buch versteht sich als Manifest für eine verantwortungsvolle KI-Governance, die sicherstellt, dass die Vorteile der Künstlichen Intelligenz der gesamten Gesellschaft zugutekommen und nicht nur wenigen Akteuren.
Der Vortrag beleuchtet zentrale Fragen unserer Zeit – von der menschlichen Natur über politische und gesellschaftliche Strukturen bis hin zu wirtschaftlicher Gerechtigkeit, Klimaverantwortung und nachhaltiger Entwicklung. Gleichzeitig werden die realen Risiken der KI, wie Machtkonzentration, autoritäre Entwicklungen, wirtschaftliche Umbrüche und der Verlust menschlicher Selbstbestimmung, analysiert. Der Referent zeigt jedoch auf, dass Künstliche Intelligenz – bei vorausschauender und verantwortungsvoller Steuerung – zu einem der wichtigsten Instrumente für mehr Weisheit, Gerechtigkeit, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt werden kann.
NiklasLIDSTRÖMER (Senior Researcher)
15:30 - 17:00
Session 4 : Gesundheitseinrichtungen: KI als Hebel für Antifragilität?
Beleuchtet werden Krankenhaus-Governance und Interoperabilität als zentrale Hebel
für stärker koordinierte und leistungsfähigere Gesundheitssysteme. Analysiert wird,
wie eine gestärkte Governance und vernetzte Systeme nahtlose Versorgungspfade,
sicheren Datenaustausch und Kontinuität der Versorgung ermöglichen. Der Beitrag
der künstlichen Intelligenz wird als Resilienzfaktor betrachtet, der eine bessere
Antizipation von Bedarfen, eine Optimierung von Kapazitäten und eine höhere
operative Effizienz ermöglicht.
JérômeBERNARD (KPMG)LouiseHANSEN (Aalborg University Hospital)NiklasLIDSTRÖMER (Senior Researcher)RejkoKRÜGER (Luxembourg Institute of Health)DominicKADDU-MULINDWA (Centre Hospitalier du Nord)Jean-FrançoisMICHEL (eSklepios)DanielTHEISEN (ALAN - Maladies Rares Luxembourg)
15:50 - 16:10
Keynote-Vortrag 2
LouiseHANSEN (Aalborg University Hospital)
16:10
16:10 - 16:55
Podiumsdiskussion
Das lernende Gesundheitssystem – Daten und KI als zentrale Bausteine für Antifragilität
JérômeBERNARD (KPMG)LouiseHANSEN (Aalborg University Hospital)NiklasLIDSTRÖMER (Senior Researcher)RejkoKRÜGER (Luxembourg Institute of Health)DominicKADDU-MULINDWA (Centre Hospitalier du Nord)Jean-FrançoisMICHEL (eSklepios)DanielTHEISEN (ALAN - Maladies Rares Luxembourg)
17:00
17:00 - 17:10
Schlusswort – Tag 1
Veranstaltungs-programm
Sed cautela nimia in peiores haeserat plagas, ut narrabimus.
30. September 2026
09:30
09:30 - 09:38
Eröffnung der Healthcare Week Luxembourg
Dr MartineGOERGEN (Centre Hospitalier de Luxembourg)SylvainVITALI (Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois)Dr MarcBERNA (Hôpitaux Robert Schuman)
09:30 - 10:00
Session1: Opening
Dr MartineGOERGEN (Centre Hospitalier de Luxembourg)SylvainVITALI (Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois)Dr MarcBERNA (Hôpitaux Robert Schuman)
09:40 - 09:48
Eröffnungsansprache
09:50 - 10:15
Präsentation der Studie „Resilienz und Antifragilität“
Das Gesundheitssystem von morgen heute gestalten
Eine nationale Studie zur Stärkung der Resilienz des luxemburgischen Gesundheitssystems
Pandemien, Cyberangriffe, Fachkräftemangel, Arzneimittelengpässe oder klimabedingte Ereignisse – die jüngsten Krisen haben uns eines deutlich vor Augen geführt: Unser Gesundheitssystem bewegt sich heute in einer Welt, in der das Unvorhersehbare zum Alltag geworden ist.
Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zentrale Frage: Wie können wir ein Gesundheitssystem schaffen, das Krisen nicht nur bewältigt, sondern gestärkt aus ihnen hervorgeht?
Um diese Frage zu beantworten, führt die Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois (FHL) mit wissenschaftlicher und methodischer Unterstützung von Antares Evidenze Health Consulting eine nationale Studie zur Resilienz und Antifragilität des luxemburgischen Gesundheitssystems durch.
In den kommenden Wochen werden Krankenhäuser, Institutionen, Gesundheitsfachkräfte, Expertinnen und Experten sowie zahlreiche Partner gemeinsam an dieser Initiative mitwirken. Ziel ist es, die wichtigsten Risiken für das Gesundheitssystem zu identifizieren, seine Stärken und Schwachstellen zu analysieren, von den besten europäischen und internationalen Erfahrungen zu lernen und konkrete Empfehlungen für eine nachhaltige Stärkung des Systems zu entwickeln.
Über die reine Analyse hinaus verfolgt die Studie ein klares Ziel: den Dialog zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und Lösungen zu entwickeln, um Patientinnen und Patienten besser zu schützen, Gesundheitsfachkräfte zu unterstützen und das Gesundheitssystem auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Die ersten Ergebnisse werden exklusiv auf der Healthcare Week Luxembourg 2026 vorgestellt und bilden eine Grundlage für die Diskussionen rund um das Leitthema der vierten Ausgabe:
„Resilienz in den Gesundheitssystemen von morgen: Von der Vorsorge zur Antifragilität.“
Die Zukunft vorzubereiten bedeutet nicht nur, auf Krisen zu reagieren, wenn sie eintreten. Es bedeutet vor allem, sie vorauszusehen, aus jeder Erfahrung zu lernen und gemeinsam ein widerstandsfähigeres und stärkeres Gesundheitssystem aufzubauen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Eine Initiative der Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois (FHL) mit wissenschaftlicher und methodischer Unterstützung von Antares Evidenze Health Consulting.
Ein gemeinsames Ziel: Die Risiken für das luxemburgische Gesundheitssystem besser zu verstehen und konkrete Lösungen zur Stärkung seiner Resilienz zu entwickeln.
Ein kollaborativer Ansatz: Krankenhäuser, Institutionen, Gesundheitsfachkräfte, Expertinnen und Experten, Forschende sowie Partner bündeln ihre Kompetenzen, um ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen von morgen zu entwickeln.
Ein internationaler Blickwinkel: Europäische und internationale Best Practices werden analysiert, um die geeignetsten Lösungen für Luxemburg zu identifizieren.
Erste Ergebnisse auf der Healthcare Week Luxembourg 2026, die als Ausgangspunkt für den Austausch und die Diskussion über die Zukunft des luxemburgischen Gesundheitssystems dienen werden.
Dr MartineGOERGEN (Centre Hospitalier de Luxembourg)SylvainVITALI (Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois)
10:00
10:00 - 10:45
DEEP by POST Group
10:20 - 12:00
Session 2: Governance für eine nachhaltige Resilienz der Gesundheitssysteme
Im Fokus steht die zentrale Rolle der europäischen und nationalen Governance bei
der Vorbereitung auf und dem Management von Risiken für Gesundheitssysteme.
Behandelt werden Herausforderungen der strategischen Autonomie, insbesondere
die Kontrolle über Daten, der Einsatz souveräner KI sowie die Reduzierung kritischer
Abhängigkeiten. Entscheidungs- und Koordinationsmechanismen in Krisensituationen
werden analysiert, um Hebel für kollektive Wirksamkeit zu identifizieren. Zudem wird
die Notwendigkeit hervorgehoben, operative Kapazitäten frühzeitig zu antizipieren
und abzusichern. Abschließend wird die Bedeutung der Menschen als kritische
Ressourcen betont – insbesondere durch ein strategisches Management von
Personalressourcen und Schlüsselkompetenzen.
MarcHOSTERT (M3S / eSanté)RobertMARDINI (Hôpitaux universitaires de Genève (HUG))MathieuLANGLOIS (Ancien médecin-chef du RAID |)MichelSIMONIS (Croix Rouge Luxembourg)PatrickMAJERUS (Haut-Commissariat à la Protection nationale)
10:20 - 10:30
Wissenschaftliche Perspektive durch den Sitzungsmoderator
10:30 - 10:50
Keynote: Bereit für den Wandel: Gesundheitssysteme für das Unerwartete steuern
Gesundheitssysteme können weder jede Krise vorhersehen noch Unsicherheiten vollständig beseitigen. Was sie jedoch tun können, ist die Fähigkeit zu entwickeln, schnell zu handeln und sich anzupassen, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern.
Die Frage ist daher nicht nur, wie Gesundheitssysteme resilienter gestaltet werden können. Entscheidend ist vielmehr, wie sie dynamisch genug werden können, um auch unter sich verändernden Bedingungen resilient zu bleiben.
In dieser Keynote wird Robert Mardini aufzeigen, was ein Gesundheitssystem wirklich dynamisch macht: die Fähigkeit, potenzielle Krisen frühzeitig zu erkennen, auch auf Grundlage unvollständiger Informationen fundierte Entscheidungen zu treffen, Mitarbeitende und Partner zu mobilisieren, sich an veränderte Situationen anzupassen und gewonnene Erfahrungen in nachhaltiges organisationales Lernen zu überführen.
Dafür braucht es mehr als Notfallpläne und Protokolle. Im Kern geht es um Führung, Governance und Organisationskultur. Dynamische Gesundheitssysteme schaffen die Voraussetzungen für schnelle Entscheidungsprozesse, klare Verantwortlichkeiten, vertrauensvolle Zusammenarbeit und kontinuierliche Anpassung – und stellen dabei Patienten und Gesundheitsfachkräfte in den Mittelpunkt.
Vorbereitung ist daher kein Dokument, das lediglich fertiggestellt werden muss, und auch keine Funktion, die nur im Krisenfall aktiviert wird. Sie ist eine Fähigkeit, die jeden Tag aufgebaut und kontinuierlich gestärkt werden muss.
Die Keynote schließt mit fünf praxisorientierten Fragen für Führungskräfte im Gesundheitswesen, die sich um eine zentrale Herausforderung drehen: Wie gut ist Ihr Gesundheitssystem darauf vorbereitet, zu handeln, wenn das Unerwartete eintritt?
RobertMARDINI (Hôpitaux universitaires de Genève (HUG))
10:30 - 10:50
Simulation in der Ausbildung in der medizinischen Bildgebung
10:50 - 11:05
One-to-one / Meet the expert
MathieuLANGLOIS (Ancien médecin-chef du RAID |)
11:00
11:00 - 11:45
VITBIO
11:05 - 11:50
Podiumsdiskussion
MarcHOSTERT (M3S / eSanté)RobertMARDINI (Hôpitaux universitaires de Genève (HUG))MathieuLANGLOIS (Ancien médecin-chef du RAID |)MichelSIMONIS (Croix Rouge Luxembourg)PatrickMAJERUS (Haut-Commissariat à la Protection nationale)
11:50 - 12:00
Q&A
12:05
12:05 - 12:35
Klinisches Debriefing: Ein Hebel für Wohlbefinden und Qualität am CHL
12:40 - 13:10
Rehalab RZ – Projekt zur Rehabilitation zu Hause mithilfe digitaler Tools
13:15
13:15 - 13:30
Ansprache des Ministers
YvesTHORN (KPMG)LexDELLES (Ministère de l'Économie - Luxembourg)
13:15 - 15:00
Session 3: Institutionen anpassen, um resiliente Kapazitäten aufzubauen
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Forschung, Innovation und Start-ups von lokalen
Experimenten zu einer nachhaltigen, systemweiten Wirkung in Gesundheitssystemen
gelangen können. Analysiert werden die Voraussetzungen für die Skalierung von
Innovationen, um organisatorische Resilienz zu stärken. Besonderes Augenmerk gilt
der Gestaltung von Systemen, die Fachkräfte in ihrer täglichen Praxis unterstützen
und die Menschen in den Mittelpunkt von Transformationsprozessen stellen.
YvesTHORN (KPMG)LexDELLES (Ministère de l'Économie - Luxembourg)PatrickDE COSTER (Cliniques Saint Jean)ZiedTAYEB (Myelin)UlfNEHRBASS (Luxembourg Institute of Health (LIH))FrancescaBORRELLI (European R&D and Innovation Support)FrankGLOD (LIH)
13:30 - 13:50
Keynote: Wenn Leistung allein nicht mehr ausreicht: Lean Management weiterentwickeln, um die Robustheit von Gesundheitsorganisationen zu stärken
PatrickDE COSTER (Cliniques Saint Jean)
13:50 - 14:10
Keynote-Vortrag 2
ZiedTAYEB (Myelin)
14:00
14:00 - 14:45
FACE UP: Lernen durch Praxis: Immersive KI-gestützte Simulation
Ein Pilot steigt niemals in ein Cockpit, ohne zuvor viele Stunden in einem Flugsimulator trainiert zu haben. Dennoch müssen Gesundheitsfachkräfte schwierige Diagnosen übermitteln, aggressive Angehörige beruhigen oder Spannungen innerhalb eines Teams bewältigen – oft ohne diese Situationen jemals zuvor geübt zu haben. Und bei solchen Gesprächen gibt es häufig nur eine einzige Chance.
In diesem Workshop wird nicht nur über künstliche Intelligenz gesprochen – die Teilnehmenden erleben und nutzen sie selbst. Freiwillige trainieren live mit einem KI-gestützten Gegenüber in einer immersiven Simulation mit Stimme und Avatar. Dabei werden reale Situationen aus dem Krankenhausalltag aufgegriffen: der Umgang mit Patientinnen und Patienten, das Überbringen schlechter Nachrichten oder Konflikte innerhalb eines Teams. Anschließend erhalten die Teilnehmenden unmittelbar Feedback zu verbalen und nonverbalen Aspekten ihrer Kommunikation, darunter Zuhöranteil, Gesprächspausen und Prosodie.
Anschließend teilen wir Erkenntnisse aus konkreten Anwendungen im Gesundheitswesen, unter anderem bei Urgo Médical und am Universitätsklinikum Caen: Wie lässt sich der Schritt von gelegentlichen Rollenspielen hin zu einem messbaren und skalierbaren Training gestalten – von der ersten Bewertung über selbstständiges Üben bis hin zur Integration in bestehende Aus- und Weiterbildungsprogramme?
Zum Abschluss erhalten die Teilnehmenden Zugang zu einem Szenario, das sie direkt auf ihrem eigenen Smartphone ausprobieren können.
MameFALL (Face Up)
14:10 - 14:55
Podiumsdiskussion
Stärkung des klinischen Forschungsökosystems für Innovationen im Gesundheitswesen und resiliente Gesundheitssysteme
PatrickDE COSTER (Cliniques Saint Jean)ZiedTAYEB (Myelin)UlfNEHRBASS (Luxembourg Institute of Health (LIH))FrancescaBORRELLI (European R&D and Innovation Support)FrankGLOD (LIH)
15:00
15:00 - 15:45
CUBIK: Lean Healthcare: Bessere Arbeitsbedingungen für eine bessere Patientenversorgung
Eine hohe Personalfluktuation, erschöpfte Teams, immer längere Wartezeiten für Patientinnen und Patienten … Was wäre, wenn die Lösung nicht in zusätzlichen Ressourcen, sondern in einer besseren Organisation des Arbeitsalltags läge?
Entdecken Sie, wie Lean Healthcare – ein einfacher, aber anspruchsvoller Ansatz – den Teams wieder mehr Zeit und Sinn in ihrer täglichen Arbeit gibt, damit sie letztlich eine bessere Patientenversorgung gewährleisten und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Organisation steigern können.
Die Ergebnisse sprechen für sich: bis zu 44 % weniger Personalfluktuation, 12 % mehr Pflegezeit direkt bei den Patientinnen und Patienten, eine Halbierung der Wartezeiten sowie eine deutliche Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit in Einrichtungen, die Lean Healthcare eingeführt haben.
In dieser Session erfahren Sie:
warum Arbeitsqualität und Versorgungsqualität kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig stärken;
wie die gesamte Organisation – Pflegeteams, medizinisch-administratives Personal, Geschäftsleitung und unterstützende Funktionen – in einen gemeinsamen kontinuierlichen Verbesserungsprozess eingebunden werden kann;
welche konkreten Instrumente wie Visual Management, Problemlösung im Team oder Gemba Walks sich bereits in Gesundheitseinrichtungen bewährt haben;
welche Erfahrungen aus der Praxis gewonnen wurden – sowohl Erfolge als auch Herausforderungen.
Abschließend wird Cubik, das seit über 15 Jahren Organisationen im Gesundheitswesen begleitet, seine Überzeugung teilen: Die Verbesserung der Arbeitsqualität und die Förderung eines partizipativen Managements gehören zu den wirksamsten Hebeln, um sowohl die Versorgungsqualität als auch die Leistungsfähigkeit einer Organisation nachhaltig zu verbessern.
JulienFAURE (Cubik)
15:30 - 15:50
Keynote: Das KI-Ideal: KI-Idealismus und die Governance der Künstlichen Intelligenz
In seinem Buch The AI Ideal: AIdealism and the Governance of AI präsentiert Dr. Niklas Lidströmer eine konkrete und zukunftsorientierte Vision für den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Anstatt sich auf Warnungen vor den Risiken und möglichen Katastrophenszenarien zu beschränken, zeigt er auf, wie KI Demokratie, Ethik und die Würde des Menschen stärken kann.
Ausgehend von den Idealen der europäischen Aufklärung, den skandinavischen Gesellschaftsmodellen, dem Liberalismus und der direkten Demokratie der Schweiz entwickelt das Konzept des AIdealism einen pragmatischen, ethischen und zukunftsorientierten Ansatz. Das Buch versteht sich als Manifest für eine verantwortungsvolle KI-Governance, die sicherstellt, dass die Vorteile der Künstlichen Intelligenz der gesamten Gesellschaft zugutekommen und nicht nur wenigen Akteuren.
Der Vortrag beleuchtet zentrale Fragen unserer Zeit – von der menschlichen Natur über politische und gesellschaftliche Strukturen bis hin zu wirtschaftlicher Gerechtigkeit, Klimaverantwortung und nachhaltiger Entwicklung. Gleichzeitig werden die realen Risiken der KI, wie Machtkonzentration, autoritäre Entwicklungen, wirtschaftliche Umbrüche und der Verlust menschlicher Selbstbestimmung, analysiert. Der Referent zeigt jedoch auf, dass Künstliche Intelligenz – bei vorausschauender und verantwortungsvoller Steuerung – zu einem der wichtigsten Instrumente für mehr Weisheit, Gerechtigkeit, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt werden kann.
NiklasLIDSTRÖMER (Senior Researcher)
15:30 - 17:00
Session 4 : Gesundheitseinrichtungen: KI als Hebel für Antifragilität?
Beleuchtet werden Krankenhaus-Governance und Interoperabilität als zentrale Hebel
für stärker koordinierte und leistungsfähigere Gesundheitssysteme. Analysiert wird,
wie eine gestärkte Governance und vernetzte Systeme nahtlose Versorgungspfade,
sicheren Datenaustausch und Kontinuität der Versorgung ermöglichen. Der Beitrag
der künstlichen Intelligenz wird als Resilienzfaktor betrachtet, der eine bessere
Antizipation von Bedarfen, eine Optimierung von Kapazitäten und eine höhere
operative Effizienz ermöglicht.
JérômeBERNARD (KPMG)LouiseHANSEN (Aalborg University Hospital)NiklasLIDSTRÖMER (Senior Researcher)RejkoKRÜGER (Luxembourg Institute of Health)DominicKADDU-MULINDWA (Centre Hospitalier du Nord)Jean-FrançoisMICHEL (eSklepios)DanielTHEISEN (ALAN - Maladies Rares Luxembourg)
15:50 - 16:10
Keynote-Vortrag 2
LouiseHANSEN (Aalborg University Hospital)
16:10
16:10 - 16:55
Podiumsdiskussion
Das lernende Gesundheitssystem – Daten und KI als zentrale Bausteine für Antifragilität
JérômeBERNARD (KPMG)LouiseHANSEN (Aalborg University Hospital)NiklasLIDSTRÖMER (Senior Researcher)RejkoKRÜGER (Luxembourg Institute of Health)DominicKADDU-MULINDWA (Centre Hospitalier du Nord)Jean-FrançoisMICHEL (eSklepios)DanielTHEISEN (ALAN - Maladies Rares Luxembourg)