PJW
Prof Jürgen WOLF
Centrum for Integrated Oncology Cologne
Medical director
Biografie
Jürgen Wolf ist der Medizinische Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) am Standort Köln. Er hat eine Professur für Interdisziplinäre Translationale Onkologie an der Universität zu Köln inne und leitet das Lungenkrebsprogramm des CIO.
Prof. Wolf promovierte an der Universität Freiburg. Von 1986 bis 1990 war er Postdoktorand am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg in der Arbeitsgruppe Tumorvirologie unter Leitung von Prof. Dr. Harald zur Hausen. 1990 begann er seine klinische Ausbildung an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln. Er ist Facharzt für Innere Medizin mit der Schwerpunktbezeichnung Hämatologie/Onkologie. Von 1990 bis 2003 leitete er das Labor für Hodgkin-Lymphom-Forschung. Zwischen 2000 und 2004 war er Co-Vorsitzender der German Hodgkin Study Group (DHSG). Ab 2004 koordinierte er den Aufbau des CIO in Köln.
2005 gründete er die Lung Cancer Group Cologne (LCGC), die sich stark auf mutationsspezifische frühe klinische Studien konzentriert. 2010 initiierte er gemeinsam mit Prof. Büttner das Kölner Netzwerk für Genomische Medizin (NGM) Lungenkrebs, um umfassende molekulare Diagnostik und personalisierte Therapie für nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) in die klinische Routineversorgung einzuführen. Für diese Leistung erhielt er 2016 den Innovationspreis des Landes Nordrhein-Westfalen.
2018 gründete er gemeinsam mit Prof. Büttner das Nationale Netzwerk Genomische Medizin (nNGM), wodurch das NGM zu einer bundesweiten Plattform ausgeweitet wurde (www.nngm.de
). Heute arbeiten 29 nNGM-Zentren mit rund 550 regionalen Partnern zusammen. Die nNGM-Zentren stellen eine zentrale molekulare Diagnostik, harmonisierte Therapieempfehlungen und eine zentrale Datenerfassung bereit, während die meisten Patienten in den regionalen Partnerkliniken behandelt werden.
Seit 2019 ist Wolf Mitglied des Vorstands des CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf; seit 2021 Mitglied des Direktoriums des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) West (Köln–Essen); seit 2021 Mitglied des genomDE-Konsortiums, einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zur Implementierung genomischer Analysen in die onkologische Routineversorgung; und seit 2022 Mitglied des Beirats des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch-Institut.
2023 erhielt er den Cancer Innovation Award der internationalen Patientenorganisation ROS1ders. 2024 wurde er gemeinsam mit Roman Thomas und Reinhard Büttner mit dem Preis der Deutschen Krebshilfe für die Entwicklung des Kölner Lungenkrebsprogramms und des nNGM ausgezeichnet.
Photo by Bettina Flittner
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